Aktualisiert am
February 3, 2026
Men’s Health Check: Versteckte Herzrisiken früh erkennen
Fast 70 % aller ersten Herzinfarkte bei Männern treten bei Personen auf, die von traditionellen medizinischen Tests zuvor nicht als Risikopatienten identifiziert wurden. Diese alarmierende Statistik, hervorgehoben im Journal Circulation von Myerburg et al., zeigt eine entscheidende Lücke in der Standardversorgung: Viele Männer hören, dass alles „in Ordnung“ sei, basierend auf Messwerten, die nur die Oberfläche abdecken.

2026 bleibt Herz-Kreislauf-Erkrankung (CVD) die weltweit häufigste Todesursache und fordert fast 20 Millionen Leben pro Jahr. Für Männer und Personen, die bei der Geburt männlich zugeordnet wurden (AMAB), ist dieses Risiko besonders hoch, da hormonelle Veränderungen, Lebensstilfaktoren und biologische Besonderheiten zusammenwirken.
Aware spezialisiert sich auf umfassende Tests lebenswichtiger Biomarker, um den Fokus auf proaktive Langlebigkeit zu lenken. Anstatt auf Symptome zu warten, kannst du so dein inneres Körpermilieu analysieren und Schwachstellen erkennen, bevor sie zu einer Krise führen.
1. Partikelzahl: Warum ApoB LDL übertrifft
Traditionelle Lipidtests messen das Gewicht deines Cholesterins, doch deine Arterien interessieren sich mehr für die Anzahl der Partikel, die versuchen, in die Gefäßwand einzudringen.
- Apolipoprotein B (ApoB): Jede arterienverkalkende Partikel trägt genau ein Molekül ApoB. Die Messung liefert eine präzise Zählung deines Risikos. Die aktuelle Konsensstudie im European Heart Journal von Sniderman et al. (2024) bestätigt, dass ApoB ein besserer Prädiktor für Herzrisiken ist als herkömmliches LDL.
- Lipoprotein(a): Ein genetisch bestimmtes „klebriges“ Partikel, das hauptsächlich vererbt wird und durch Ernährung oder Bewegung kaum beeinflusst wird. Hohe Werte erhöhen das Risiko für frühzeitige Herzkrankheiten und Blutgerinnsel.
- Weitere Biomarker: Die Überwachung von Non-HDL-Cholesterin, Triglyzeriden und HDL-Cholesterin gibt ein detailliertes Bild davon, wie dein Körper Fette verarbeitet.
Praktischer Tipp
Etabliere mindestens einmal eine Basislinie durch Tests von ApoB und Lipoprotein(a). Wenn diese erhöht sind, ist es entscheidend, andere Risikofaktoren wie Blutdruck streng zu kontrollieren, um deine Arterien zu schützen.
2. Das innere Milieu: Entzündung und Blutqualität
Entzündungen treiben schleichend die Gefäßschädigung voran. Chronische, niedriggradige Entzündungen machen deine Blutgefäße anfälliger für Fett- und Kalkablagerungen.
- hs-CRP: Goldstandard zur Erkennung systemischer Entzündungen. Studien von Ridker (2023) zeigen, dass Männer mit hoher Entzündung selbst bei normalen Cholesterinwerten ein erhöhtes Risiko haben.
- Immunsystemprofil: Eine vollständige Zählung der Leukozyten, einschließlich Neutrophilen, Lymphozyten und Monozyten, zeigt, ob dein Immunsystem chronisch aktiviert oder belastet ist.
- Blutviskosität: Biomarker wie Hämoglobin, Hämatokrit und Thrombozyten helfen zu beurteilen, ob dein Blut zur Gerinnung neigt oder das Herz zusätzlich belastet.
Praktischer Tipp
Wenn dein hs-CRP über 2,0 mg/L liegt, konzentriere dich auf die Auslöser wie schlechten Schlaf oder chronischen Stress. Ernährungsexperte Dr. Michael Greger (nutritionfacts.org) betont, dass schon kleine Mengen ballaststoffreicher pflanzlicher Lebensmittel wie ein natürlicher „Feuerlöscher“ für systemische Entzündungen wirken können.
3. Stoffwechselstabilität: Die Fruktose-Harnsäure-Verbindung
Die Herzgesundheit beginnt oft in der Leber. Ein belasteter Stoffwechsel führt zu steifen, spröden Arterien durch Glycation – ein Prozess, bei dem Zucker Proteine schädigt.
- HOMA-IR: Prüfe nicht nur den Blutzucker. Durch Messung von Insulin und Berechnung des HOMA-IR-Index kannst du Insulinresistenz Jahre vor erhöhtem HbA1c erkennen.
- Fruktose-Verbindung: Studien in Nature Reviews Endocrinology (2024) zeigen, dass überschüssige Fruktose in der Leber in Harnsäure umgewandelt wird, was zu Bluthochdruck und Endothelschäden führen kann.
- Leberkontrolle: Enzyme wie GPT (ALAT), Gamma-GT, Bilirubin und alkalische Phosphatase überwachen, um sicherzustellen, dass deine Leber nicht überlastet ist.
Praktischer Tipp
Strebe einen HOMA-IR-Wert unter 1,5 an. Um Harnsäure zu senken, empfiehlt Dr. Greger täglich Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, die den Stoffwechsel stabilisieren und den Blutdruck senken.
4. Hormonelles Gleichgewicht: Das männliche Schutzpaket
Hormone regulieren das Herz-Kreislauf-System und beeinflussen Gefäßelastizität und Fettstoffwechsel.
- Testosteronbasis: Gesunde Testosteronwerte, einschließlich freiem Testosteron, unterstützen die Gefäßfunktion. SHBG, LH und FSH helfen, die Ursache hormoneller Ungleichgewichte zu erkennen.
- Der Estradiol-Faktor: Estradiol ist nicht nur ein „weibliches“ Hormon. Cooke et al. (2021) identifizieren einen optimalen Bereich von 10–40 pg/mL für Herzschutz.
- Systemische Signale: DHEAS, Prolaktin und Progesteron bieten ein ganzheitliches Bild des endokrinen Systems, das die männliche Gefäßgesundheit unterstützt.
Praktischer Tipp
Zielwert für Estradiol: 10–40 pg/mL. Liegt dein Wert außerhalb dieses Bereichs, fokussiere dich auf Körperfettmanagement und hochwertigen Schlaf, um das Gleichgewicht natürlich zu optimieren.
5. Nährstoffoptimierung: Omega-3- und Eisenbalance
Zum Schluss betrachten wir die Rohstoffe, die dein Herz braucht – und die potenziellen Risiken.
- Omega-3-Index: Misst EPA und DHA in deinen Zellen. Ein hoher Index (>8 %) ist einer der stärksten Prädiktoren für langfristige Herzresilienz.
- Eisenrisiko: Männer haben ein höheres Risiko für Eisenüberladung. Ein dauerhaft erhöhter Ferritinwert (>200–300 ng/mL) kann Herz und Leber schädigen.
- Kritische Cofaktoren: Vitamine wie B12 (Holotranscobalamin), B9 und B6 verhindern Homocysteinaufbau, während Magnesium, Kalium, Natrium und Calcium die elektrischen Signale des Herzens steuern.
Praktischer Tipp
Ziele ein Omega-3-Index ≥ 8 % an. Dr. Greger empfiehlt einen Esslöffel gemahlene Leinsamen täglich. Sie liefern sowohl ALA (eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure) als auch Ballaststoffe, was sowohl den Omega-3-Status als auch die Cholesterinwerte unterstützt.
Fazit: Ein holistischer Weg zur Langlebigkeit
Proaktive Herzgesundheit bei Männern basiert auf Daten, nicht auf Vermutungen. Durch das Monitoring von ApoB, hs-CRP, HOMA-IR und dem Omega-3-Index kannst du eine präzise Roadmap für deine Gesundheit erstellen. Regelmäßige Überprüfungen von Nierenfunktion (Cystatin C) und Schilddrüse (TSH/fT4/fT3) sichern, dass dein gesamter Körper optimal arbeiten kann.
Aware liefert die Tools, um diese komplexen Biomarker in eine klare, umsetzbare Strategie zu übersetzen, damit dein Herz über Jahrzehnte stark und belastbar bleibt.

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